Seit 1999 existiert an der Europaschule Friedrichshagen die „Stiller-Gruppe“. Wir verstehen uns als eine verbandliche Kinder- und Jugendgruppe von jungen Zuwanderern. In Kooperation mit der Schule haben wir die Möglichkeit, in der Stiller Zeile 100 Räume für Freizeitaktivitäten zu nutzen, die sich an den speziellen Bedürfnissen junger Zuwanderer ausrichten. Das heißt, die Gruppe bietet Treffmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gleicher, wie auch unterschiedlicher sprachlicher Herkunft. Das Leben der Gruppe setzt sich zusammen aus

Training des deutschen Sprachvermögens durch gemeinsame didaktische Spiele und Einzelübungen
Gruppennachmittage zum Spielen, Basteln, Malen usw.
Hausaufgabenhilfen und
Ausflügen, zum Kennenlernen der näheren und weiteren Region.

Außerdem arbeiten wir im bestehenden örtlichen „Netzwerk für Integration von Migrant/innen“ mit. Unser Ziel ist es, durch gute und sichere Sprachkenntnisse die Kontakte zu einheimischen Gleichaltrigen zu fördern und das Lernen in der Schule zu erleichtern. Gleichzeitig wollen wir durch die stückweise Übernahme von Verantwortlichkeiten oder von Vorbereitungen auf geplante Aktionen (z.B. das „Krahnbahnparkfest“ in Oberschöneweide) die Selbständigkeit der Gruppenmitglieder fördern. Gemeinsame Besuche von Freizeiteinrichtungen sollen zur selbständigen Nutzung dieser Jugendangebote animieren. Auch sind wir uns darüber bewusst, dass Kurse mit Bildungs- und Aufklärungsschwerpunkten, die wir immer wieder anbieten und ausrichten, präventiven Charakter tragen. In den Ferien und auch am Wochen­ende organisieren wir Ferienfreizeiten oder Tagesfahrten, mitunter auch mit Familienangehörigen. Diese Fahrten fördern das gemeinschaftliche Miteinander: Familien unterschiedlicher Nationalitäten lernen sich intensiver kennen, verbessern gegenseitige Akzeptanz und Toleranz und erhalten Möglichkeiten zur Kontaktanbahnung außerhalb ihres jeweiligen Herkunftsfeldes. Die Mitarbeit im Netzwerk für Integration konzentriert sich hauptsächlich auf das Lösen von Problemen, die bei der Integration von Zuwanderern in das deutsche Gemeinwesen entstehen. Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen sollen das Miteinander von deutscher und zugewanderter Bevölkerung fördern, Gesprächsrunden mit kommunaler Politik und Verwaltung sollen gegenseitige Hemmschwellen überwinden helfen. Bei allen Aktivitäten der „Stiller-Gruppe“ werden die Gruppenmitglieder, deren Eltern oder Geschwister in die Planung und Gestaltung einbezogen. Ohne deren Mitwirkung wäre die bezirksweite Ausstrahlung der Gruppe und die Vielfalt der Aktivitäten gar nicht möglich. «